Donnerstag, 9. August 2007 - Besuche

Nach einer angenehmen Nacht in gemütlichen Betten des Gästehauses in Tukuyu fing der Tag mit einem herzhaft zubereiteten Frühstück an. Kochbananen, Weißrot, Kaffee, Milch, Tee – kurz gesagt: „Für jeden etwas dabei.“ Direkt nach dem Frühstück wurden wir auch gleich zum Sitz der Bürgermeisterin von Tukuyu, damals noch Neulangenburg, gefahren. Wir wurden freundlich empfangen und wir wurden einige Fragen über Tukuyu los. Eckhart machte noch darauf aufmerksam, dass von der Stadt Langenburg in Deutschland Interesse bestünde die ehemaligen Kontakte wieder aufleben zulassen.

 

Danach wurden wir zum Büro des Dekans vom Tukuyu-Dekanats, Pfarrer Kabiki, und dessen Sekretär gebracht, wo wir uns kurz vorstellten und von unserer kirchlichen Arbeit in Deutschland erzählten.

 

Im Anschluss daran machten wir uns auf den Weg zu einer Trauerfeier, bei der die ganze Frauengruppe von Tukuyu anwesend war. Schon 100 Meter entfernt wurden wir von lautstarkem Gesang empfangen. Dies war ein unbeschreiblich warmherziger und ergreifender Moment. Bei der Trauerfeier selbst hatten wir die Möglichkeit, unser Beileid der Familie gegenüber auszudrücken und Eckhart richtete noch einige Worte an die Familie. Nach der Feier wurden wir direkt zu Mais mit Nüssen und einem Tee ins Nachbarhaus eingeladen. Im Allgemeinen konnte man beobachten, dass in dieser Kultur auf eine andere Weise Trauernden geholfen wird. Es wird nicht nur sein Beileid ausgesprochen, sondern die ganze Frauengruppe hilft mit, die Trauerfeier zu ermöglichen, indem sie Feuer, Holz, Essen usw. besorgt.

 

Nachdem wir uns verabschiedet haben und noch ein paar Bilder gemacht wurden reisten wir zurück ins Gästehaus, wo wir dann zu Mittag aßen. Auf dem Weg dorthin erkundigten wir uns noch beim Busunternehmen nach einer Fahrt in den Mikumi-Park, welche wir dort auch gleich buchten.

 

Gegessen und schon ging es weiter mit dem Tagesprogramm. Bibelstunden waren angesagt. Der Dekan hielt eine Rede über die Definition des Wortes Glaube und machte diese an verschiedenen Stellen in der Bibel fest. Nach der Rede war noch ein wenig Zeit zu diskutieren. Danach gingen wir zur Probe des Jugendchors, wo wir sehr schönen Stimmen, begleitet von Bass und Gitarre, lauschen konnten. Am Ende gaben wir ein paar unserer einstudierten Lieder zum Besten, welche doch auf einen schönen großen und unerwarteten Applaus hinaus liefen.

 

Nun gingen wir ins Haus von Reverend Mwakifuna, bei dem wir eingeladen waren. Es wurde geredet und Reverend Mwakifuna erzählte ein wenig von seiner Arbeit in Tukuyu.

 

Das Essen sollte jedoch nicht zu kurz kommen und wir machten uns auf den Weg ins Gästehaus und aßen zu Abend. Mit vollem und zufriedenem Magen ließen wir den Abend mit sehr interessanten Gesprächen von Gästen mit Gastgebern ausklingen. Viel Programm, wenig Pause und mit einer Menge Eindrücken legten wir uns dann Schlafen, um für den nächsten Tag fit zu sein.

 

Roman Grasy