Sonntag, 5. August 2007 - Uhuru-Gemeinde

Predigt von Pfarrer Mwakilasa von Kariakoo-Gemeinde Dar über

Lukas 12, 13 - 21, Habgier, reiche Kornbauer, vom falschen und rechten Sorgen

 

Predigtsplitter:

Jesus hatte keinen Platz, er war auf dem Weg

Ein Zuhörer war bewegt von seiner Predigt, nach der Versammlung geht er zu Jesus und stellt seine Frage (V 13). Jesus gibt keine frommen Antworten, sondern fordert auf: Teile was du hast.

 

Beispiel: 

Reicher Mann, der nicht dankte für das, was er hatte, sondern nur plante: größere Hallen, Erweiterungen...

Gottes Einschreiten: Töricht, heute Nacht deine Seele...

Botschaft: Wir haben einen Besitz: Unsere Lebendigkeit, unser Leben, sollten wir Gott nicht für diesen "Besitz" zuerst danken?

Zuerst der Dank, dann der Dienst: Unser Leben, unsere Lebendigkeit weitergeben, aus ihr etwas machen. Was?

 

Konkrete Beispiele:

1. Heute morgen bin ich auf dem Weg zum ersten Gottesdienst bei einem Unfall vorbei gekommen, ich habe meinen Wagen gewendet, habe mich um den Verletzten gekümmert, so konnte ich im ersten Gottesdienst die Predigt nicht halten

2. Wenn ich in der Theologie ein Diplom erwerbe, wozu? Um des Diploms willen, um mich zu loben?

3. Wenn Handel ausgeweitet wird um der Ausweitung willen, und der konkrete Hunger dadurch nicht beseitigt wird, dann ist das Sünde;

4. In der Familienplanung einfach weiter Kinder zeugen, 15 Kinder (Besitz) ohne zu schauen, wie die Kinder erzogen werden können....2 Jungen, ein Mädchen oder 2 Mädchen, 1 Junge, und dann das Leben für sie ermöglichen

5. Ikimpendeza Mungu - wenn es Gott gefällt, das ist die  allen Dingen vorausgehende "Einschränkung" und Lebenserweiterung.

6. Also nicht einfach eine Hochzeit planen, sondern, wenn es Gott gefällt, dann wird unsere Hochzeit da und da sein

7. Turmbau zu Babel im Beispiel: Ein Bekannter plant ein Haus, kurz vor dem Einzug bekommt seine Frau plötzlich Kopfschmerzen, nach ein paar Tagen ist sie tot.

 

Schlussfolgerung: Gott seine Pläne mitteilen. So kann das Leben nicht sein: Ich schaffe, schaffe, schaffe, sondern ikimpendeza Mungu - wenn es Gott gefällt, mit ganzem Körper, mit all meinem Verstand, mit dem ganzen Herzen, das ist mein Reichtum, mein Besitz."

 

Einladung in Uhuru Gemeinde nach dem Gottesdienst, zur Versteigerung von verschiedenen Dingen. Uhuru-Gemeinde hat auch Sansibars Moraven-Gemeinde begründet. Die Pläne sind da für einen kleinen Kirchenbau, aber es gibt bisher nur 50 Christen in einem bestimmten Gebiet, Geld reicht noch nicht aus, laut Pfarrer Ambukege, dem zuständigen Pfarrer für Mission und Ökumene des Bezirks Dar.

Im Gottesdienst versucht Herr Swebe 2 mal fundraising-Aktionen zu starten: 1. CD und MC-Aufnahmen des Jugend- und Gemeindechores, 2. Äpfel-Versteigerung (2 Stück) erbringen 45000.- TSH.

Danach im Pfarrhaus Stärkung bei Sambusas und Soda. Pläne für eine Zentrum für Uhuru - Gemeinde werden erklärt, das vergleichbare Möglichkeiten anbieten soll, wie Msimbazi-Center: Schulungsräume, Hotel, Vermietungen.

Gespräch beim Abendspaziergang in der Gruppe durch ziemlich heruntergekommes Gebiet, wohl nicht erlaubte Bauten, ökologisch katastrophal, Bananen-  und Orangenkauf, wir werden von verschiedenen Leuten angesprochen, manche wirkten, als ob sie Drogen genommen hätten, betrunken, "So habe ich Afrika erwartet" Kommentar eines Gruppenmitglieds.

 

Im Msimbazi-Zentrum angekommen, eine Masse von Leuten, Hunderte,  die in kleinen Gruppen um Tische versammelt sind "Seminar über Hochzeit, Vorbereitung und Durchführung" und große Firmungsfeier für einen Firmling.

 

Gespräch mit Pfarrer Swebe: Schwierigkeit, für die Arbeit auf Sansibar einen Pfarrer zu bekommen. Er muss eine ausgeglichene Persönlichkeit sein, zuhören können, vermitteln, im Islam bewandert, weil es doch immer wieder Streit gibt, auch über biblizistische und charismatische Gruppen.

 

Gespräch in der Gruppe über freies Beten und unsere Angst davor. Vielleicht geht der Weg über "ikimpendeza Mungu" - wenn es Gott gefällt; die Bedeutung der geschlossenen Augen beim Beten: bei sich sein, für die anderen denken, vom Geist Gegebenes aussprechen, bei den tans. Freunden sind in solchen Gebeten sehr konkrete Gedanken zu hören, die mit der unmittelbaren Gegenwart zu tun haben, mit Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen - erlebte Empathie.

 

Eckhart Hauff