Mittwoch, 22. August: "2. Mikumi-Ausfahrt, Rückkehr nach Dar"

Um 06.30 Uhr treffen wir uns zur zweiten Ausfahrt in den Mikumi National Park. Schon während der Fahrt in den Park sehen wir auf und neben der Hauptstraße einige Tiere. Besonders lustig sind die Giraffe und der Elefant, die in aller Seelenruhe einige Meter vor uns die Straße überqueren. Im Park sehen wir mehr Büffel und Gnus als gestern Abend, außerdem einige Giraffen, Nilpferde an Land, etwas ganz Besonderes,  Zebras, Impalas, Buschbabys, Schakale und Elefanten. Obwohl unser Fahrer einen enormen Ehrgeiz und eine nicht müde werdende Ausdauer hat, sehen wir keinen Löwen. Der Fahrer selbst scheint deshalb am meisten enttäuscht zu sein. Durch die ausgedehnte Suche nach dem Löwen kamen wir viel später als geplant ins Hotel. Das ausgiebige Frühstück mit Obstteller, Saft, Warmgetränke, Omelett mit Bohnen, Pilzen, Tomate, Speck und Wurst, Brot, Marmelade, Honig, Erdnussbutter und Margarine schmeckt und tut gut. Bevor wir zum Duschen und Koffer packen in unsere Zimmer gehen, bezahlen wir noch die Kosten für Übernachtung und Frühstück (20 $ pro Person). Die fertig gepackten Koffer werden vom Hotelpersonal abgeholt und zur Straße gebracht, wo wir auf den Bus nach Dar Es Salaam warten. Eine Großteil der Hotelbelegschaft leistet uns während der Wartezeit Gesellschaft. Die Rezeptionsdame bedankt sich, dass wir im Genesis Hotel übernachtet haben. Sie erzählt, dass sie alle froh waren, endlich mal wieder was zu tun gehabt zu haben. Scheinbar ist hier nicht so furchtbar viel los...

Der Bus kommt um 14.00 Uhr mit einstündiger Verspätung.  Er ist sehr voll und unsere reservierten Plätze sind belegt. Dennoch bekommt jeder einen Sitzplatz. Der Bus fährt insgesamt wesentlich gesitteter als der gestern. Da wir aber fast ganz hinten sitzen, werden wir doch ziemlich durchgeschüttelt. Die Sonne scheint und im Bus wird es unangenehm warm. Da tut eine gekühlte Cola, die wir uns in der Pause gekauft haben, gut. Etwas nach 19.00 Uhr kommen wir an der Endhaltestelle in Dar Es Salaam an, nachdem wir direkt am Msimbazi Center vorbei gefahren sind. Hätten wir die Route des Busses gewusst, wäre evtl. eine Absprache möglich gewesen, dass er uns direkt am Msimbazi Center rauslässt. Kaum aus dem Bus ausgestiegen, wird schon unser Gepäck abgeladen. In dem Durcheinander ist es gar nicht so einfach, alle Gepäckstücke im Auge zu behalten, doch wir kriegen alles wieder zusammen. Eckharts Verhandlung mit den Taxifahrern läuft nicht ganz so gut. Erkundigungen zufolge dürfte die Taxifahrt nicht mehr als 3000 – 4000 TS pro Auto kosten. Wir müssen 10 000 TS bezahlen, was uns erst recht ziemlich viel vorkommt als wir nach nicht mal fünf Minuten Fahrt im Msimbazi Center ankommen. Beim Gepäck Ausladen gibt es wieder ein ziemliches Durcheinander und als wir die Koffer und Taschen auf unsere Zimmer bringen wollen, fehlt dann doch eine. Aber glücklicherweise taucht sie am nächsten Morgen wieder auf – sie wurde im Taxi liegen gelassen...

Nächste Hiobsbotschaft: Tukuyu hat nichts bezüglich unserer Reise nach Zanzibar organisiert. Und nachdem es ein schweres Unterfangen ist, Platz auf der Fähre zu bekommen, fällt die Fahrt nach Sansibar ins Wasser. Wir sind alle mehr oder weniger traurig deswegen und enttäuscht darüber, dass man sich auf diese Absprache mit den Partnern in Tukuyu offenbar nicht wirklich verlassen konnte. Warum ist das so? Was ist der Grund für diese Unzuverlässigkeit? Kann eine Reise nach Zanzibar vielleicht gar nicht von Tukuyu aus organisiert werden? Warum wird uns dies dann nicht gesagt?

Nachdem die erste Enttäuschung verdaut ist, geht’s zum Abendessen und danach überlegen wir, wie wir die restlichen Tage verbringen können. Dafür gibt es verschiedene Vorschläge: Wir könnten früher zurück fliegen, die restlichen Tage in einem Strandhotel verbringen oder 2 Tage in einem Strandhotel verbringen und dann wieder ins Msimbazi Center zurück kommen.

Es kommt noch zu einer ausführlichen Diskussion über unsere Partnerschaft mit Tukuyu. Wir tauschen unterschiedliche Meinungen und Ansichten aus. Als die ersten fast schon im Sitzen einschlafen, gehen wir ins Bett.

Reinhild Memic