Ökumenischer Kinderbibeltag 2018

"Wenn einer sagt, ich mag dich du"

„Wenn einer sagt, ich mag dich du“  so lautete das Motto des diesjährigen ökumenischen Kinderbibeltages. Auf den Plakaten wurde durch ein Mädchen, das ein Pferd umarmte, dieses Thema verbildlicht.

Als sich morgens gegen 10.00Uhr eine lange Schlange bei der Anmeldung bildete, wurde klar, dass sehr viele Kinder gekommen waren, um den Tag gemeinsam zu verbringen. Letztendlich waren es 65 Kinder, die von einem Team von ca. 20 Helfern betreut wurden.

Sie wurden schon vom kleinen, manchmal etwas frechen Tom (der schon bekannten Bibeltags-Handpuppe) erwartet, dem es diesmal gar nicht gut ging. Er hatte beschlossen, dass es besser sei, sich alleine durchs Leben zu schlagen, um nicht von anderen Menschen enttäuscht zu werden. Doch da hatte er nicht mit seiner Freundin Steffie gerechnet. Steffie machte ihm auf ihre unwiderstehliche und herzliche Art mit Worten und Gesten klar, dass das Leben durch Freunde bunter und fröhlicher wird und dass andere Menschen jedem viel an Mut und Kraft geben können. Zum Schluss schenkte sie Tom einen großen Regenbogen, auf dem ihre Tipps für Tom zu lesen waren. Mit sechs einprägsamen Leitsprüchen zeigte sie dem kleinen Tom wie andere Menschen ihm ihre Zuneigung zeigen:   Ich find dich gut! , Ich brauche dich! , Komm du mit mir! , Ich glaube an dich! , Ich mag dich du! und  Gott ist immer dein Freund! . Tom war so glücklich über Steffies Ideen, dass er am Ende des Tages jedem Kind eine kleine Regenbogenfahne mit diesen Leitsprüchen schenkte.

Nach dem kleinen Theaterstück teilten sich die Kinder in 3 Themengruppen auf:

„Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab!“ Um dieses Bilderbuch drehte sich in der Gruppe der Jüngsten alles. In verschiedenen „Freundschaftsspielen“ konnten wir - passend zu den Leitsprüchen vom Tom - die Erfahrung machen, wie wichtig es ist, mit anderen Kindern freundschaftlich und liebevoll umzugehen. Wir überlegten, wer uns wichtig ist und wie wir diese Liebe den anderen Menschen zeigen können. So entstanden aus Styropor, Nägeln, Gummis und Glitzersteinen schöne Herzen als Ausdruck unserer Zuneigung zu diesen Menschen.

Herzgruppe   Ausgehend vom Bibeltext, in dem erzählt wird, wie sehr Jesus die Kinder liebt, machten wir uns klar, wie wichtig es ist, diese Liebe an andere – Menschen, Tiere oder die Natur allgemein – weiterzugeben. Jeder gestaltete auf einem Holzbrett ein Herz aus Nägeln und Wolle. Jeder Nagel stand für eine Person oder ein Tier, die/das ihm wichtig ist. Mit der Wolle wurden die Nägel verbunden und es entstand ein Netz, in dessen Mitte wir uns beschützt und eingebettet fühlen können. Gott liebt uns und er lässt uns diese Liebe durch die Menschen, die uns nahestehen, zukommen.

Kreuzgruppe     Das Kreuz soll ein Zeichen für die Liebe Gottes sein? Ist das nicht ein Folterinstrument? Mit diesen Fragen haben wir uns in dieser Gruppe beschäftigt. Zuerst haben wir Kreuze in den Kirchenräumen von Zachäus und St.Franziskus gesucht und angeschaut, dann die Geschichte von der Kreuzigung Jesu gehört und schließlich miteinander ein großes Holzkreuz gestaltet. Alles Schlechte, was uns eingefallen ist, haben wir an dieses Kreuz geheftet: Streit und Hass und Krieg. Denn alles Schlechte hat Jesus ans Kreuz getragen. Aus Liebe zu den Menschen. Um diese Liebe sichtbar zu machen, haben wir das Schlechte überdeckt mit ganz vielen Rosen. Ein schönes Rosenkreuz ist so entstanden, das zeigt: Die Liebe ist stärker als alles Böse und sogar stärker als der Tod.

 

Nach dieser inhaltlich anspruchsvollen Projektarbeit rief das Mittagessen und dem Küchenteam gelang es für mehr als 80 Personen ein sehr schmackhaftes Nudelgericht zu servieren. Als Nachtisch gab es ein Eis oder eine frisch gemachte Zuckerwatte. Auch hier gab es eine lange Schlange.

 

Am Nachmittag konnten sich die Kinder für einen von vier Workshops entscheiden.

In den Jugendräumen lockten verschiedene Brett- und Bewegungsspiele, die man in kleinen Teams spielen konnte. Wer entspannen wollte, konnte das ideal in der „Ruheoase“. Es gab Bücher zum Anschauen oder Vorlesen, Mandalas zum Malen und verschiedenes Legematerial, um phantasievolle Bilder entstehen zu lassen. Wer sich gerne zu Musik bewegen wollte, konnte nach einer Musik der Gruppe grupo sal einen schwungvollen Tanz mit langen Schwungbändern einüben.  In der Theatergruppe stand der Bibeltext „Jesus und die Kinder“ aus dem Markusevangelium im Zentrum. In 45 Min. entstand ein kleines Theaterstück dazu.

 

Nach einer kurzen Pause mit Hefezopf und Apfelschorle war es schon 16.00 Uhr und mit Eltern, Großeltern und Geschwistern wurde eine kleine Andacht gefeiert.  Tom war sehr neugierig und ließ sich von den Kindern erklären und zeigen, was sie im Laufe des Tages gemacht hatten. Er war begeistert von den tollen Ergebnissen und alle sangen lauthals das Mottolied „Wenn einer sagt, ich mag dich du“.  Super war auch der Tanz der Tanzgruppe, den sie in der kurzen Zeit gekonnt einstudiert hatte. Am Ende stand das Theaterstück, in dem die Schauspieler die Botschaft von Jesus gut verdeutlichten: „Lasst die Kinder zu mir kommen und verwehrt es ihnen nicht. Denn ihnen gehört das Himmelreich. Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.“
Mit einem Segenslied und dem Segen für alle endete der diesjährige Bibeltag und bepackt mit vielen Ideen, schönen Bastelarbeiten und tollen Erinnerungen verließen Kinder und Angehörige den Saal. Erst nach und nach kehrte wieder Ruhe im Gemeindezentrum ein.

 

Wir bedanken uns bei allen Kindern, die gekommen sind und den Tag so intensiv und fröhlich mitgestaltet haben. Ein herzliches Dankeschön auch an das Vorbereitungs- und Helferteam, durch dessen großes Engagement der Tag so gut gelingen konnte. Er wird allen lange im Gedächtnis bleiben.

Enden möchte ich mit dem Segen Jesu, den die Kinder im Theaterstück gesprochen haben:


„Gesegnet seid ihr! Gesegnet sei euer Leben. Gesegnet sei der Weg, den ihr geht. Böses soll von euch fernbleiben und Gott sende euch seine Engel, um euch zu beschützen. Der Vater im Himmel habe allezeit Acht auf euch und sei bei euch mit seiner Gegenwart und seinem Frieden.“

 

Maria Grimm, im Namen des Vorbereitungsteams