Ökumenischer Kinderbibeltag 2010: Unsere Erde, toll dass Gott sie machte! – eine Schöpfungsgeschichte

Am Samstag vor Palmsonntag, am 27. März 2010, konnten es die Kinder wieder kaum erwarten. Schon deutlich vor 13 Uhr waren einige von ihnen da, neugierig und aufgeregt, was dieser Nachmittag wohl für Überraschungen bereithielt.

50 Kinder saßen dann zu Beginn mit leuchtenden Augen im evangelischen Gemeindesaal und sangen begeistert: „Er hält die ganze Welt in seiner Hand“.

Herr Pfarrer Häußler begrüßte alle nochmals herzlich. Da die Kinder sich noch gut an „Benny die Wüstenmaus“ erinnern konnte, teilte er mit, diese könne zwar selbst nicht kommen, habe aber Jemanden geschickt: „Karl, den Müllmann“. 

Dieser trat dann auch sehr vergnügt auf und meinte, er habe den allerschönsten Beruf, denn er findet täglich tolle Sachen, wenn er den Tannenplatz und  Wiblingen sauber hält. Leider konnte Karl nicht bleiben, da er noch ziemlich viel zu erledigen hatte.

 

Die Kinder wurden danach in altersgerechte Gruppen aufgeteilt. Die Kleinen (Kindergartenalter) beschäftigten sich mit der Entstehung der Erde. Zuerst erlebten sie die Dunkelheit. Dann wurde das schwarze Tuch in der Mitte immer heller, das Licht, die Sonne, Mond und Sterne kamen. Wir befassten uns mit Wasser und Erde. Die Kinder durften sich mit Erde und Kressesamen einen eigenen kleinen Garten machen.  Die Mitte wurde immer bunter, fröhlicher. Es kamen Pflanzen und Tiere dazu. Zum Schluss war es eine richtig schöne, bunte  Landschaft geworden.

Zum  Abschluss bildeten wir Menschen einen Kreis um das Werk und sangen das Lied „Du hast uns deine Welt geschenkt“. Im „Paradies“ trafen wir dann wieder die Großen beim gemeinsamen Essen.

 

Währenddessen waren die größeren Kinder in 3 Gruppen unterwegs:
Bei der Station Licht und Dunkel machten sich die Kinder auf den Weg von der Urfinsternis mit eigentümlichen Urgeräuschen bis zum hellen Sonnentag voller Leben und Musik. Bei einer Beamerpräsentation waren dann tolle Naturbilder zu bestaunen. Sie zeigten Wunder der Natur, durch das Licht der Sonne erschaffen. Zum Abschluss entstanden noch Kratzbilder mit Wachsmalkreiden. Dabei konnten die Kinder nun eigenhändig Farbe in das Dunkel bringen.

 

Die Kinder hatten danach die Gelegenheit bei der Station Wasser und Erde die Wunder unserer Erde zu erleben. Bei einem Fühlpfad konnten sie mit Händen und Füßen verschiedene Materialien spüren: Steine, Moos, Rinde, Holz, Kies, Sand und Erde fühlten sich kalt, warm, weich, spitz, kitzelig oder einfach nur schön an. Beim "Samen-Memory" wussten die Kinder erstaunlich gut Bescheid und staunten über die teilweise winzigen Samen aus denen Pflanzen und Bäume wachsen. Außerdem durften die Kinder Kresse in Schalen säen und mit nach Hause nehmen, so dass bei guter Pflege vielleicht schon an Ostern geerntet werden konnte.

Während der Aktionen sprachen wir mit den Kindern über die uns von Gott geschenkte wundervolle Natur und freuten uns über die Begeisterung, mit der sie bei der Sache waren.

 

Die 3. Station hatte die Tiere und Menschen zum Thema. Die vorbereitete Landschaft mit Wiesen, Berge, See und Fluss war noch sehr unbelebt. Die Kinder hörten die Geschichte des 6. Schöpfungstages, als Gott die Tiere und die Menschen erschuf. Dann wurde die Landschaft mit den Tieren gestaltet. Man konnte richtig verfolgen, wie bunt und lebendig die Erde wurde.

In einem Spiel durften Kinder auf dem Rücken eines anderen Kindes Tiere nachahmen und das 2. Kind konnte diese dann erraten, das war sehr lustig. Das Wunder Mensch betrachteten wir an unserer Hand, die wir auf vielfache Weise bewegen und einsetzen können. Zuletzt durften die Kinder selbst noch als „Schöpfer“ tätig sein und aus Salzteig einen Menschen formen, den sie dann mit nach Hause nehmen konnten.

 

Gegen 15:30 Uhr brachen alle Gruppen ins „Paradies“ auf, wo sie mit Zopfbrot, Apfelsaft und Mineralwasser verwöhnt wurden.

 

Im 2. Teil des Kinderbibeltags ging es bei den Kleineren um die Bewahrung der Schöpfung. Sie hörten eine Geschichte von Tieren, die durch herumliegenden Müll in Gefahr kamen. Die Kinder überlegten, was sie selbst für die Erhaltung der Erde beitragen können. Zum Schluss bastelten sie aus „Müll“ einen Stifteboy. Dafür verwendeten sie eine alte CD und eine leere Klopapierrolle, die sie noch bunt beklebten. 

 

Die größeren Kindern erfuhren nun Näheres zur Entstehung der Erde aus wissenschaftlicher Sicht  in einer tollen Präsentation. Dann trat nochmals der Müllmann Karl auf, dieses Mal total niedergeschlagen, weil er nur lauter Müll und nutzloses Zeug gefunden hatte. Sein Rücken tat ihm weh, er war sehr müde und hatte noch viel zu tun. Warum mussten die Menschen soviel Dreck machen und diesen immer zu wegschmeißen?

 

Die Kinder hörten nun die Geschichte von den „smoky mountains“. Das sind keine Vulkane, sondern die Müllberge in Manila, auf denen ganze Familien leben und versuchen, durch Müllsammeln ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Selbst kleine Kinder helfen dort schon mit. Durch ein Projekt finanziert, gibt es dort inzwischen eine Schule, die die Kinder unterstützt. Sie lernen  u. a. auch zu unterscheiden, welcher Müll noch verwertet werden kann und dadurch ein bisschen Geld einbringt.

 

Im anschließenden Gespräch mit den Kindern machten wir uns gemeinsam Gedanken, dass es nicht gut war, dass sehr viele Dinge einfach weggeschmissen werden. Gott hat uns den Auftrag gegeben sorgfältig mit der Natur umzugehen.

Nun durften auch die großen Kinder „Müll verwerten“. Aus leeren Tetrapackungen wurden Geldbörsen gebastelt. Eine durften die Kinder behalten, die überschüssigen Geldbörsen wurden am Ende verkauft, wobei der Erlös dem „Müllprojekt“ in Manila zu Gute kommt.

 

Als gegen 17 Uhr die Eltern zum gemeinsamen Abschluss eintrafen, fanden sie viele glückliche Kinder vor.

 

Der Gottesdienst wurde von Herrn Pfarrer Häußler und Herrn Pfarrvikar Hermann geleitet.

Zum Abschluss trat nochmals „Karl, der Müllmann" auf, um den Kindern für die Kreativität der Müllverwertung zu danken. Im Fürbittgebet des Tages nach Psalm 24 wurde nochmals die Botschaft des Tages klar:  

Gott hat uns Menschen diese Erde nur geliehen!“

 

Das Organisationsteam wurde von fleißigen Helfern unterstützt, ohne die dieser Nachmittag nicht möglich gewesen wäre. Einige Mütter waren zur Verstärkung der Spielstationen gekommen. Konfirmanden und andere Jugendliche waren bei der Betreuung der Kinder und beim Um- und Aufbau sehr hilfreich.

Nicht zu vergessen ist auch das Küchenteam, das wieder einmal dafür gesorgt hat, dass keiner zu kurz kam und hinterher alles blitzblank zurück ließ.

Allen die zum Gelingen des Tages beigetragen haben, herzlichen Dank!

 

Ein herzliches Dankeschön auch den Sponsoren: den Bäckereien Geiselmann, Steck, Wegerer, Scheck und Betz, Schreibwaren Heissel, sowie Fa. Werndl Design Ulm.

Eines ist sicher, auch 2011 wird es wieder einen Kinderbibeltag geben.

 

Für das Organisationsteam des Kinderbibeltag

Marlene Reimann