Die evangelische Gemeinde am Tannenplatz

1968 ging die Gründung einer neuen Kirchengemeinde am Tannenplatz hervor, ausgelöst durch die rasante Zunahme der Bevölkerung im neuen Stadtteil. Aus der Teilgemeinde der Evangelischen Versöhnungskirche an der Donautalstraße sollte möglichst bald eine eigenständige junge Gemeinde im Neubaugebiet Gögglinger Wald (Tannenplatz) mit eigener Kirche werden.


Die evangelischen Christen am Tannenplatz nahmen Anfang der siebziger Jahre als dringendste Aufgabe den Bau eines Kindergartens mit anschließendem kleinen Gemeinderaum in der Biberacher Str. 136 in Angriff.

Mit der Besetzung der Pfarrstelle begannen Gottesdienst, Jugendarbeit, Frauenkreise und Seniorenarbeit. Der Kindergarten wurde zum Gemeindetreffpunkt.

 

Anfang der achtziger Jahre war die Evangelische Kirchengemeinde am Tannenplatz auf etwa 5000 Mitglieder angewachsen. Neben Familien, die aus der Innenstadt und aus der Umgebung von Ulm sowie aus ganz Deutschland nach Ulm-Wiblingen zogen, fanden Umsiedlerfamilien aus Russland, aus Polen und Rumänien und den übrigen Ostblockstaaten sowie Gastarbeiterfamilien aus europäischen Ländern und Familien aus Vietnam und aus Eritrea am Tannenplatz eine Bleibe. Das Gemeindeleben blühte auf.

 

Der erste Spatenstich für das Evangelische Gemeindezentrum am Tannenplatz erfolgte am 13. März 1982. Am 6. Juni 1982 feierte die Gemeinde die Grundsteinlegung mit einem 500 Jahre alten Stein vom Ulmer Münster, unter Teilnahme zahlreicher Gäste des öffentlichen und kirchlichen Lebens. Der Grundstein ist zwischen dem Gottesdienstraum und dem Foyer zu sehen. Am Erntedanktag, dem 2. Oktober 1983 wurde das Evangelische Gemeindezentrum feierlich eingeweiht. Für eine Orgel musste noch zwölf Jahre gespart werden: Erst am 14. Mai 1995 konnte die Gemeinde die Kirchenorgel einweihen.

(ra)