Ökumenischer Kinderbibeltag 2017

Hallo Gott, hörst Du mich?

Da die Kinder es kaum erwarten konnten, was wir ihnen wohl erzählen wollten, waren die ersten schon deutlich vor 10 Uhr am 28. Januar da. Um die Zeit zu überbrücken, bis alle da waren, sangen wir Lieder und lernten sogar 2 Lieder auf Suaheli (eine afrikanische Sprache), die wir am Abend ganz stolz den Eltern, Geschwistern und Großeltern vorsingen konnten.

 

Dem Einladungsplakat konnte man schon entnehmen, dass der Kinderbibeltag das „Vater unser“ zum Thema hatte. Jesus selbst hat seinen Jüngern dieses Gebet gelehrt, das alle christlichen Religionen kennen und das in ganz viele Sprachen übersetzt wurde. Die Stationen, die die Kinder besuchen durften, waren zu den sieben Vater unser-Bitten eingerichtet und Pfeile in verschiedenen Farben, zeigten den Kindern, nach Art einer Schnitzeljagd an,  wo es zur nächsten Station ging.

 

Die erste Station „Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name“ wurde von Pfarrer Bauschert geleitet. Die wichtigste Botschaft war die, dass wir zu Gott ‚Vater‘ sagen dürfen. Vater klingt sehr vertraut, und es soll uns Mut machen, Gott alles zu sagen. Station 2 „Dein Reich komme“ wurde von Steffi und Sarah Duong gestaltet. Wichtigste Erkenntnis war: das Reich beginnt in uns, mitten in unseren Herzen. Für Station 3 „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden“ waren Brigitte Cesare und Marlene Reimann zuständig. Dabei wurde uns klar, dass wir uns gerne nach dem Willen anderer richten, solange dieser in unserem Sinne ist. Jedoch Gottes Willen zu erkennen, zu verstehen und dann auch noch damit einverstanden zu sein, war schon schwieriger.

 

Station 4 „Unser tägliches Brot gib uns heute“ betreute Gabi Hegele. Die Kinder durften ihre Teller mit lauter tollen Sachen (aus den Supermarktprospekten ausschneiden) und „füllen“. Sie erfuhren auch, dass es viele Kinder gibt, die nicht einmal das notwendigste auf dem Teller hatten. Das Brot, das es an dieser Station gab, schmeckte köstlich. An der Station 5 „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“ erfuhren die Kinder von Sibylle Ruppert, wie schön es ist, dass Gott uns immer wieder, trotz unserer Fehler, annimmt. Für die Station 6 in der katholischen Kirche „und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen“, hatte Iris Repple nach dem Vorbild der Klagemauer in Jerusalem eine kleine Klagemauer aufgebaut. Die Kinder konnten alle Dinge, die ihnen auf dem Herzen lagen, auf kleine Zettelchen schreiben und in die Klagemauer stecken. Beim Abschlussgottesdienst wurden die Zettel wieder entfernt. In Jerusalem werden sie auf dem Ölberg vergraben, bei uns wurden sie in einem Korb unter einem schwarzen Tuch versteckt. „Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen“. Die Station 7 von Maria Grimm und Tanja Krämer war ein riesengroßes einzigartiges Danke-sagen für all das Schöne, das wir im Reich Gottes erleben dürfen.

 

Als Mittagessen hatte ein fleißiges Küchenteam Pizzabrötchen mit Schinken und vegetarisch vorbereitet, sodass auch der langsam sich anbahnende Hunger gestillt werden konnte. Die Brötchen schmeckten mit und ohne Belag lecker. Nach dem Mittagessen ging es gestärkt weiter. Zwischendurch gab es dann auch noch einen Nachtisch. Eis am Stiel mit Schokolade in drei Sorten, sehr lecker!

 

Danach klebten die Kinder Ihre Puzzleteile auf und verzierten das Ganze, sodass am Ende jedes Kind das „Vater unser“ als fertiges Bild hatte.

 

Außerdem galt es ja auch noch eine Gebetsperlenkette zu basteln:

  • eine bunte quaderförmige „Danke-Perle“ – wenn wir sie anfassen, dann sagen wir Gott alles, wofür wir dankbar sind; alles, was schön und gut war;
  • eine schwarze oder dunkelgraue „Kummer-Perle“ – wenn wir sie anfassen, dann können wir alles sagen, was uns auf dem Herzen liegt und uns bedrückt;
  • eine bunte runde „Ich-hab-dich-lieb- Perle“ – wenn wir sie anfassen, sagen wir Gott, an wen wir ganz besonders gerne denken bzw. für wen wir Gott um seine Hilfe bitten;
  • und eine weiße runde „Geheimnis-Perle“ – nicht alles müssen wir laut sagen; wenn wir diese Perle anfassen, dann sagen wir leise in uns hinein alles „Unsagbare“ unserem Gott.

Schon kamen die ersten Eltern zum Abschlussgottesdienst. Alles, was wir an diesem Tag erlebt hatten, konnten wir unseren Eltern und Tom erzählen. Wir sangen unsere tollen Lieder und begeisterten die Gäste mit unseren Gesängen auf Suaheli. Dieser wundervolle Tag war wieder viel zu schnell zu Ende und alle waren der Meinung, der nächste Kinderbibeltag kommt bestimmt!

 

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Helferinnen und Helfern und insbesondere auch beim Küchenteam ganz herzlich bedanken. Ohne die vielen Hände wäre ein reibungsloser Ablauf gar nicht möglich gewesen.

 

Nachklapp: Hier noch einige Äußerungen von Müttern und Helferinnen:
„Unsere Tochter singt den ganzen Tag das Lied Masithi und fragt,  wann endlich wieder Kinderbibeltag ist!“
Eine andere Mama schrieb: „Unser Kind (knapp 5 Jahre alt) hat die Gebetsperlenkette mit in den Kindergarten genommen und stolz erzählt, wofür die einzelnen Perlen sind.“
Ein weiteres Kind hat am nächsten Tag die ganze Zeit die Lieder vom Kinderbibeltag gesungen.

 

Es ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein schönes Gefühl zu erfahren, dass es den Kindern so gut gefallen hat!

 

Für das Team
Marlene Reimann